Kolumne des FPC-Vorsitzenden: „Wenn man Unterstützung haben möchte, muss man auf uns hören“
3. Juni 2024

Der RFH-Vorstand wäre von allen guten Geistern verlassen, wenn er nicht auf die FPC-Vorsitzenden hören würde. Denn das sind Leute, die bei der Versteigerung mit beiden Beinen mitten im Leben stehen. Wenn man also Unterstützung haben möchte, muss man auf sie hören. Und wenn eine Entscheidung Unterstützung findet, kann die Sitzung der FPC-Vorsitzenden das Thema sogar wesentlich voranbringen.
Der RFH-Vorstand und der Mitgliederrat sehen das genauso. Die FPC-Vorsitzenden werden meiner Meinung nach sehr ernst genommen. Das bedeutet aber nicht, dass alles, was von mir oder einem anderen Vorsitzenden gesagt wird, genauso übernommen wird. So läuft es auch wieder nicht. Aber man hört uns zu. Und was wir sagen, wird auf jeden Fall beachtet. Da ich nun seit vier Jahren Vorsitzender des Gerbera-FPCs bin, kann ich es wagen, meine Hand dafür ins Feuer zu legen.
Ein Gewicht auf der Waage
Jedes Jahr finden vier Sitzungen statt, an denen alle FPC-Vorsitzenden teilnehmen. Für mich sind diese Sitzungen immer wieder spannend. Die Tagesordnung ist dabei stets gut gefüllt. Darin finden sich Hinweise von Mitgliedern, strategische Entwicklungen und andere Themen, die die Genossenschaft betreffen. Wir treffen uns da in einem Club interessanter und motivierter Leute. Jeder von uns ist Unternehmer, und jeder hat seine Meinung. Darüber diskutieren wir wir auf gute und respektvolle Weise. Dadurch sind diese Diskussionen konstruktiv. So können wir über eine Sitzung der FPC-Vorsitzenden auch Einfluss auf ein Thema nehmen. An meiner Tätigkeit als FPC-Vorsitzender gefällt mir am meisten, dass ich mit anderen Vorsitzenden, mit den Vorstandsmitgliedern und mit Leuten aus dem Mitgliederrat sprechen kann.
Es gibt Themen, denen wir kritisch gegenüberstehen. Ein Beispiel ist Floriway, oder die ersten Anfänge von Floriday. Damals haben wir gesagt: Wir müssen die Leute dazu bringen, die Plattform zu nutzen, indem wir die Dienste so gut machen, dass sie nicht darauf verzichten wollen. Man darf niemand zwingen, sondern muss Anreize schaffen. Wir können zwar nicht verhindern, dass etwas gegen unsere Meinung umgesetzt wird. Aber wir können Hinweise geben und so dafür sorgen, dass es für die Mitglieder so gut wie möglich passt. Floriway bleibt ein schwieriges Thema, weshalb wir es auch weiter kritisch beobachten.
Wir müssen gemeinsam handeln
Wie geht es nach einer Sitzung der FPC-Vorsitzenden weiter? Ich gehe erst einmal nach Hause und denke über alles nach. Am nächsten Tag bin ich wieder ganz normal im Betrieb und denke nochmal darüber nach. Vielleicht rufe ich noch jemand aus dem Mitgliederrat an, um einige Punkte zu klären. Bei der nächsten Sitzung unserer Produktgruppe bespreche ich das Thema dann mit unseren Mitgliedern. Dort hole ich mir dann auch neuen Input für die nächste Sitzung der FPC-Vorsitzenden. So bleiben die Kommunikationswege kurz und jeder ist gut informiert.
Als FPC-Vorsitzender muss man die Entwicklungen in der Genossenschaft aus der Vogelperspektive betrachten. Und gute Kommunikation macht auch viel aus. Royal FloraHolland ist ein großes Unternehmen. Deshalb dauern die Entwicklungen dort manchmal etwas länger als im eigenen Betrieb. Aber das gehört dazu. Manchmal ärgere ich mich schon über Gärtner, die die Dinge unnötig verzögern. Die immer nur sagen, dass sie nicht mithalten können, zum Beispiel bei der Zertifizierung. Eines Tages geht es aber mit dem Sich-Wegducken sowieso nicht mehr weiter. Auch mir passt es manchmal nicht, wohin die Dinge gerade laufen. Aber man muss auch mal über den eigenen Schatten springen und das große Ganze sehen. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Branche in der Welt weiter mitspielen kann. Heute und morgen.
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