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Kolumne Public Affairs: Gemeinsam für Wasser arbeiten

2. April 2024

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Die Abteilung Public Affairs vertritt die Interessen der Royal FloraHolland, ihrer Mitglieder und des Blumenzuchtsektors in der Gesellschaft, den Medien und der Politik. Dies ist eine Kolumne von Eline van den Berg, Expertin für Logistikketten bei Royal FloraHolland.

Die Verfügbarkeit von sauberem und ausreichendem (Trink-)Wasser wurde lange Zeit als selbstverständlich angesehen, ist aber aus verschiedenen Gründen unter Druck geraten. Besorgniserregend für etwas, das so lebenswichtig für uns ist. Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), eine europäische Richtlinie, die seit dem Jahr 2000 in Kraft ist, befasst sich mit diesem Problem und hat sich zum Ziel gesetzt, die Wasserkörper der WRRL bis 2027 in einen guten Zustand zu bringen. Unter Wasserkörper versteht man Gewässer von erheblicher Größe wie Flüsse, Kanäle, Bäche, Seen und Gräben.

Die Wasserrahmenrichtlinie betrifft sowohl die Wasserbewirtschaftung als auch die Wasserqualität. Dass die Wasserbewirtschaftung immer wichtiger wird, ist nach den starken Regenfällen der letzten Zeit und dem Anstieg des Meeresspiegels verständlich. Denken Sie aber auch an den Wasserbedarf während der langen Trockenperioden, die beispielsweise Südfrankreich und Nordspanien seit mehr als zwei Jahren erleben.

Betrachtet man die Qualität, so stellt man fest, dass in den Niederlanden seit Einführung der WRRL zwar bereits drei Viertel der Ziele erreicht wurden, aber von den mehr als 700 Wasserkörpern derzeit kein einziger alle Ziele erfüllt, da die WRRL die Qualität auf Ebene der Wasserkörper bewertet. Bei Nichteinhaltung der Ziele drohen Maßnahmen wie eine mögliche Sanktion für die Niederlande, die (lokale) Einstellung von Aktivitäten, verschärfte Vorschriften oder eine Verringerung des Ressourcenverbrauchs. Läuten bei Ihnen schon die Alarmglocken?

Der Blumenzuchtsektor beeinträchtigt die Wasserqualität
Welche Rolle spielt der Zierpflanzenbau in dieser Geschichte? Der Zierpflanzenbau wirkt sich auf die Wasserqualität aus, da Pflanzenschutzmittel und Nährstoffe über Schleusen, Überläufe oder Leckagen ins Wasser gelangen können. Darüber hinaus entnimmt der Sektor auch Wasser aus Oberflächengewässern für die Bewässerung der Kulturen. Ein wichtiges Thema für Royal FloraHolland und ein Grund für die Teilnahme am Wasserexpertentreffen von Greenport Netherlands, bei dem Wissen und Initiativen zur Emissionsreduzierung ausgetauscht werden. Leider haben sich die zahlreichen Bemühungen der letzten Jahre zur Reduzierung der Emissionen als unzureichend erwiesen, da die Stoffe immer noch in zu hohen Konzentrationen vorkommen. Grund für das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, ein Impulsprogramm zur Reduzierung der Verwendung und Einleitung problematischer Stoffe zu starten.

In einer Liste der 42 problematischsten Stoffe stammen 17 aus der Landwirtschaft und dem Gartenbau. Da der Schwerpunkt auf dem guten Zustand der einzelnen Wasserkörper liegt, erscheint ein gezielter Gebietsansatz am naheliegendsten. In unserem Sektor gibt es bereits Beispiele für Kooperationen, bei denen sich Regierung, Wasserbehörde und Unternehmer an einen Tisch setzen, Daten austauschen, Lösungen erarbeiten, aber auch eine kritische Diskussion nicht scheuen. Dies erinnert ein wenig an die Studienklubs, in denen die Landwirte einander aufsuchen, Informationen austauschen, sich gegenseitig auf dem Laufenden halten und gemeinsam an einem besseren Produkt arbeiten. Zusammenarbeit liegt unserem Sektor im Blut, also lasst uns jetzt unsere Verantwortung wahrnehmen, uns die Hände reichen (auf Gebietsebene) und hart für sauberes Wasser arbeiten.

Möchten Sie mehr über dieses Thema erfahren? Dann besuchen Sie www.glastuinbouwwaterproof.nl (auf Englisch).

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann schreiben Sie eine E-Mail an publicaffairs@royalfloraholland.com.